Schmauchbrand

Bei diesem Brandverfahren werden die Objekte nach dem Schrühen unglasiert 4—5 Tage im offenen Feuer gebrannt.
Der Brand wird fast ohne Sauerstoff reduzierend geführt. Dadurch entwickelt sich Rauch (Kohlenstoff),
der in das Material eindringt.

Die Oberflächen der Arbeiten werden vor dem Brennen teilweise poliert. Besonders die Gefäße aus Porzellan bekommen durch die Politur eine dichte, feine, seidenmatt glänzende Oberfläche, welche dann durch den Schmauchbrand einen Horn ähnlichen Charakter erhalten.
Einige ausgewählte Stücke werden vor dem Brennen mit Eisenoxyd bemalt. Die roten, zeichenhaften Pinselstriche stellen oft fragmentarisch körperhafte Zeichnungen dar,
die auch an Kalligraphie erinnern.
Absicht ist, unterschiedlich behandelte Oberflächen in spannungsreiche Proportionsverhältnisse zu setzen.